Die Waldlewitz
Der Wald
Ich
bin der Wald,
ich bin uralt,
ich hege den Hirsch,
ich hege das Reh,
ich schütz euch vor Sturm,
ich schütz euch vor Schnee,
ich wehre den Frost,
ich wahre die Quelle,
ich hüte die Scholle,
ich bin immer zur Stelle,
ich bau euch das Haus,
ich heiz euch den Herd,
darum ihr Menschen haltet mich wert.
Die Waldlewitz
Der Lewitzwald war früher viel größer als heute. Vor 400
Jahren gab es einen hohen Bedarf an Holz. Zum größten Teil
wurde Erlenholz geschlagen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts
waren etwa 2/3 der Lewitz entwaldet. Erst vor 200 Jahren
begann man mit der Aufforstung.
Die
Lewitz war schon immer Jagdrevier der Herzöge und
Großherzöge zu Schwerin. Das Jagdschloss in Friedrichsmoor
stammt aus dieser Zeit und kann heute noch besichtigt
werden.
Das Wasser ist für das Gedeihen der Waldlewitz bedeutsam. Vor 300 Jahren begann man mit dem Bau von Flößgräben, um Holzstämme zu transportieren. Durch den Bau von Kanälen wurde das Waldgebiet in seiner Natürlichkeit beeinträchtigt. In Zeiten hohen Wasserstandes staute sich das Wasser im Nordteil und brachte ganze Waldbestände zum Absterben. Meliorationsarbeiten ab 1958 brachten in der Landwirtschaft höhere Erträge. Waldflächen wurden aber ungewollt entwässert, andere überschwemmt und dadurch vernichtet.
Als
Waldlewitz bezeichnet man heute das Gebiet zwischen Banzkow
und Friedrichsmoor.
Der
Wald dient vor allem der Erholung. Die Menschen können sich
an der reichen Tier- und Pflanzenwelt erholen. In
Laubmischwäldern findet man alte Eichen und Buchen. Zwischen
ihnen blühen im Frühjahr Buschwindröschen. Einige
Waldflächen, in denen wir Erlen und Birken finden, sind
schwer zugänglich und bieten dem Wild einen idealen
Unterschlupf.
